paten

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Die Stiftung würdigt mit der Namensgebung die Leistungen der international angesehenen deutschen Wissenschaftler Max Born und Gustav Born.

 

Max Born

Max Born

Max Born (1882-1970) setzte sich nachdrücklich für eine umfassende allgemeine, berufliche und wissenschaftliche Bildung ein. Er war Mathematiker und Physiker, aber auch Philosoph. Zu seinen engsten Gesprächspartnern zählte Albert Einstein, zu dem seine Familie ein enges freundschaftliches Verhältnis unterhielt. Im Jahre 1954 erhielt Max Born mit dem Nobelpreis für Physik die höchste wissenschaftliche Auszeichnung. Mit seinem dezidierten Interesse an den Auswirkungen von Forschung und Wissenschaft auf die Gesellschaft bewies er immer wieder Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein. Er war Mitunterzeichner der Göttinger Erklärung, mit der sich hochrangige Wissenschaftler erfolgreich gegen die nach dem 2. Weltkrieg politisch gewollte atomare Aufrüstung der Bundesrepublik aussprachen. Max Born war also kein Wissenschaftler, der sich politisch vereinnahmen ließ, sondern kritisch Stellung bezog. Damit ist er ein Vorbild für unsere Schülerinnen und Schülern: sie sollen technisch-wissenschaftlich interessiert und motiviert sein, ohne die Konsequenzen ihres Handelns aus dem Auge zu verlieren. Die ethischen Kompetenzen von Technikern und Ingenieuren werden nämlich in Zeiten der Digitalisierung und Automatisierung zunehmend Bedeutung gewinnen.

 


 

Gustav Born

Gustav Born

Gustav Born ist der Sohn von Max Born. Er wurde 1921 in Göttingen geboren und ist ein international angesehener Pharmakologe. Als Fellow der Royal Society, einer 1660 gegründeten britischen Gelehrtengesellschaft zur Pflege der Wissenschaft, hat seine Stimme Gewicht. Er erhielt sehr viele prominente wissenschaftliche Auszeichnungen und viele Male die Ehrendoktorwürde, unter anderem von deutschen Universitäten (Münster und Düsseldorf). Er war Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Mitglied des Club of Rome. Auch er sieht, wie sein Vater, konsequent über den wissenschaftlichen Tellerrand und ist umfassend gebildet und interessiert. So verfasste er mit seiner Enkelin Amalie das Buch „Wohin geht die Sonne, wenn ich schlafe? Antworten auf die Rätsel des Lebens“. Es macht Kinder neugierig und bringt ihnen naturwissenschaftliche Phänomene altersgerecht näher. Gustav Borns Sohn Sebastian ist Direktor des Nationaltheaters in London, seine Nichte Olivia Newton-John Sängerin und Schauspielerin – es sind Belege dafür, dass Kultur und Kunst in der Familie des Wissenschaftlers Born eine große Rolle spielten und noch spielen. Auch er verkörpert die Ideale, die wir für unsere Schülerinnen und Schüler anstreben: technische Kompetenz, kulturelle Offenheit sowie ein moralisches Verantwortungsbewusstsein. Gustav Born genießt die Besuche an unserer Schule und betont immer wieder, wie stolz sein Vater wäre, wenn er das Max-Born-Berufskolleg sehen und erleben könnte.