Am 17./18. war das Max Born Berufskolleg Gastgeber der zweitätigen Botschafterschulkonferenz.
„Botschafterschule für das Europäische Parlament“ (European Parlament Ambassador School) ist ein europaweit vernetztes Projekt für Europaschulen, um durch die Schülerinnen und Schüler – die Juniorbotschafter – und Lehrerinnen und Lehrer – die Seniorbotschafter – die EU und ihre parlamentarische Demokratie vertiefend kennenzulernen sowie europäische Themen durch eigene Aktivitäten im Schulalltag lebendig zu machen.
Ziel ist es ein europaweites Netzwerk zwischen Schulen aufzubauen und das Bewusstsein für Europa und das Parlament zu stärken – durch mehr Austausch, persönliche Kontakte und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament.
Das Max Born Berufskolleg ist seit August 2009 zertifizierte Europaschule. Um diese Bezeichnung führen zu dürfen, müssen unter anderem internationale Projekte und Partnerschaften angeboten werden. Zugleich ist es die Voraussetzung, um Botschafterschule des Europäischen Parlaments zu werden.
In diesem Jahr ist das Max Born Berufskolleg Gastgeber der zweitätigen Konferenz der Regionalkonferenz West für die Botschafterschulen des Europäischen Parlaments gewesen. Rund 130 Schülerinnen und Schüler mit begleitenden Lehrkräften aus 22 verschiedenen Botschafterschulen, unter anderem aus Berlin, Lahnstein und Niedersachsen, waren Teilnehmende der Veranstaltung.
Das Max Born Berufskolleg nahm mit engagierten Juniorbotschafterinnen und -botschafter aus der 12. und 13. Jahrgangsstufe der Allgemeinen Hochschulreife aus den Bereichen Gestaltung und Ingenieurwissenschaften sowie den Seniorbotschaftern Alexander Batzke und Karsten Heinz sowie der Seniorbotschafterin Janine Montalto-Wolloscheck, teil.
Ausgerichtet wurde die Konferenz vom Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland, unterstützt durch die Agentur Valentum Kommunikation. Zum Auftakt begrüßten Frau Holl, Oliver Hänsgen vom Verbindungsbüro sowie Vertreterinnen und Vertreter der Agentur die
Teilnehmenden. Oliver Hänsgen und das Team von Valentum Kommunikation leiteten die Veranstaltung und begleiteten die Teilnehmenden durch das gesamte zweitägige Programm.
Das Programm beinhaltete zum Beispiel einen Workshop zum EU-Haushalt, bei dem sich die Juniorbotschafterinnen und -botschafter spielerisch mit den Schwierigkeiten europäischer Budgetentscheidungen auseinandersetzten. Dabei wurde erfahrbar, wie anspruchsvoll es ist, unterschiedliche Interessen abzuwägen, Prioritäten zu setzen und sich auf eine gemeinsame Mittelverteilung zu verständigen.
Im Europacafé stellten die Schülerinnen und Schüler besondere Europaaktivitäten ihrer jeweiligen Schulen vor. Das Format bot Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und Anregungen für eigene Projekte mitzunehmen.
Den Höhepunkt und Abschluss der Regionalkonferenz stellte das Abgeordnetengespräch mit Daniel Freund dar: Die Jugendlichen tauschten sich direkt mit dem Europaabgeordneten Daniel Freund (Bündnis 90/Die Grünen) aus, der im Europäischen Parlament der Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz (Grüne/EFA) angehört. Inhaltlich ging es um den erfolgreichen Kampf für Rechtsstaatlichkeit und gegen Korruption etwa in Ungarn, bis hin zur Abwahl Orbans sowie der kritischen Diskussion des Einstimmigkeitsprinzips bei wichtigen EU-Entscheidungen. Natürlich zielten die Fragen auch auf die Klimapolitik und die Möglichkeiten fairen Klimaschutzes, der Energieerzeugung und Folgeschäden mitdenkt. Auch Hitzeschutz war nach dem heißen Sommer ein Aspekt, der die Fragenden interessierte. Als Botschafterschule und Europaschule ist das Max Born Berufskolleg stolz, die Schülerinnen und Schüler auf ein Leben in Europa vorzubereiten und ihnen ihre Chancen und ihre Verantwortung als europäische Bürgerinnen und Bürger bewusst zu machen.