iPad-Klassen

Unterricht in einem modernen Klassenraum mit einem eigenen iPad, worauf geschrieben, gerechnet, Hausaufgaben gemacht sowie Mitschriften in einem sauber geführten „digitalen Heft“ angefertigt werden… Undenkbar? Zukunftsvision? Nein, Realität, und zwar bei uns!

Kurzübersicht:

  • jeweils eine iPad-Klasse im Bereich Technik (Elektro-/Maschinebautechnik) sowie Gestaltungstechnik der 3 ¼ -jährigen AHR-Bildungsgänge
  • Vermittlung von selbst finanzierten schülereigenen iPads
  • Ausgabe der fertig vorkonfigurierten Geräte zum Schulbeginn
  • Unterricht in einem modernen digitalen Klassenzimmer
  • Office 365 und Arbeiten in der Cloud
  • Einsatz moderner Apps und Medien

Die iPad-Klasse – was erwartet mich im Unterricht?

Durch das iPad eröffnen sich neue Möglichkeiten, wie sich Schülerinnen und Schüler im Unterricht mit unbekannten Inhalten eigenständig auseinandersetzen können. Aufgabenstellungen, Materialien, Bücher und Methoden stehen den Schülern zum Teil in digitaler Form auf dem iPad zur Verfügung. Die Schultaschen der Schülerinnen und Schüler werden dadurch zu einem großen Teil entlastet. Der Einsatz des iPads ermöglicht in allen Fächern Lernszenarien die Kompetenzen wie, das Kommunizieren, Präsentieren, Reflektieren sowie das kritische Beurteilen gewonnener Erkenntnisse fördern. Jeder Ort kann dabei Lernort sein, denn das Tablet gehört den Schülerinnen und Schülern und wird mit nach Hause genommen.

Die Nutzungsvereinbarungen zur iPad-Nutzung in der Schulzeit können Sie hier herunterladen.

Bring your own device (BYOD) – wie geht das?

BYOD ist der Gebrauch von schülereigenen digitalen Geräten im Unterricht. Um ein sinnvolle Lehr- und Lernprozesse zu gestalten, wird eine einheitliche Hard- und Softwarebasis verwendet. In den iPad-Klassen werden daher ausschließlich elternfinanzierte iPads – iPad 2018 mit optionaler Speichergröße, einer Schutzhülle und ein Apple Pencil – verwendet. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für digitale Bildung besteht die Möglichkeit einer (auch monatlichen) Finanzierung. Das iPad ist ein qualitativ hochwertiges Tablet mit langer Supportzeit und vielen professionellen Apps, auch gerade im Bereich der Bildung.

Im Folgenden werden mögliche Einsatzmöglichkeiten des iPads skizziert.

Das iPad als NotizbuchMittels Microsoft-OneNote können über die mögliche Stifteingabe handschriftlichen Aufzeichnungen erstellt werden und Dokumente bearbeitet werden

Das iPad als Zugang zum Internet – Recherche von Informationen /Cloudspeicherung über Office 365 / MS-Teams als Kommunikationskanal

Das iPad enthält das Office-Paket – MS-Excel – Darstellung und Auswertung von Daten und Messungen / MS-Word als Textverarbeitung

Das iPad als Präsentationsmittel – Erstellung von Präsentationen z.B. mittels MS-Powerpoint

Das iPad kann Tonaufnahmen erstellen -Interviews / Vertonungen / Audiofeedbacks, Vorlese-/ Ausspracheübungen

Das iPad als Fotokamera / Videokamera – Einscannen von Bildern für Dokumentationen, Präsentationen, Versuchsaufbauten…. / Erstellen von Lernvideos, Zeitrafferbetrachtungen…

Das iPad als digitales Buch – Verwendung digitaler Unterrichtswerke

Das iPad als Grundlage für digitale Medien – Möglichkeit fachspezifische Apps einzusetzen

Das iPad zur Erfassung von Daten und Messreihen – bei physikalisch/technischen Versuchen

Das iPad als Organisationshilfe – Verwaltung von Terminen und strukturierte Ablage von Lernmaterialien über MS-OneNote

In der iPad-Klasse wird versucht, in möglichst allen Fächern diese Vorteile regelmäßig zu nutzen – sowohl im Unterricht als auch zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts zu Hause.

Die Verwendung der Tablets ist dabei kein Selbstzweck, sondern sie werden nur dann eingesetzt, wenn sie der Kompetenzerweiterung dienen oder einen didaktischen Mehrwert bringen. Wie das Gerät im Fachunterricht eingesetzt wird, entscheiden die Lehrkräfte der jeweiligen Fächer. Neben Unterrichtsphasen, in denen die Schülerinnen und Schüler vermehrt mit dem iPad arbeiten, gibt es somit immer wieder auch Phasen, in denen das iPad nicht verwendet wird.

Noch mehr Zeit im Internet und am Tablet – ist das gut? 

In der heutigen Gesellschaft ist die Ausbildung von Medienkompetenzen von grundlegender Bedeutung. Der gezielte Einsatz von digitalen Medien muss geübt werden, deshalb wird das iPad zunächst nur in den Unterricht integriert, wenn es benötigt wird und danach wieder weggelegt.

Der Aufbau einer kritischen Medienkompetenz wird somit verfolgt, andererseits werden unsere Schülerinnen und Schüler auch für die möglichen Gefahren sensibilisiert.

Die Einrichtung unserer iPad-Klassen beruht auf einem im Schuljahr 2018/19 gestarteten Pilotprojekt. Das zugehörige Pädagogische Konzept können Sie hier herunterladen.

Häufige Fragen (FAQ)

 Warum iPads?

Das iPad ist ein qualitativ hochwertiges Tablet mit langer Supportzeit und vielen hochwertigen Apps, auch im Bereich der Bildung. Mit der vorhandenen App Classroom bietet Apple eine leistungsstarke App an, welche das Arbeiten mit den Geräten und das Verwalten der Geräte praktisch umsetzt. Zuletzt wurde die Entscheidung auch aus finanzieller Sicht durch die Einführung eines extra für den Bildungsbereich konzipierten Gerätes, das iPad 2018 mit möglicher Stifteingabe, bekräftigt.

Insgesamt hat Apple ein durchdachtes didaktisches Konzept, welches praktikabel und qualitativ hochwertig erscheint. Wir haben uns dafür entschieden, eine einheitliche Hard- und Softwarebasis zu verwenden, um die unkomplizierte Austauschbarkeit von Arbeitsergebnissen und die Verfügbarkeit von Fachsoftware sicherzustellen. Dies ermöglicht es außerdem, dass die Lehrkräfte (oder die Mitschüler) bei Fragen zur Bedienung oder bei Problemen erheblich schneller und fundierter helfen können.

Welche Kosten kommen auf uns zu?

Die Tablets müssen über die Firma Gesellschaft für digitale Bildung bestellt werden. Für den Bestellvorgang wird dafür von der Firma Gesellschaft für digitale Bildung ein Webshop eingerichtet, über welchen Sie das Tablet mit Zubehör vor Schulbeginn bestellen. Abhängig von der gewünschten Konfiguration und den angebotenen Konditionen können diese Kosten jährlich variieren. Es besteht die Möglichkeit eines Sofortkaufs oder einer Finanzierung über drei Jahre, im letzten Jahr lagen die monatlichen Kosten bei ca. 14 €. Erfahrungen haben gezeigt, dass zudem ein Abschluss einer Geräteversicherung sehr empfehlenswert ist.

Welche zusätzlichen Anschaffungen sind notwendig?

 Eine Anschaffung einer einfachen Tastatur könnte sinnvoll sein.

 Wie werden iPad-Klassen zusammengesetzt?

Momentan wird jeweils eine iPad-Klasse im Bereich Technik (Elektro-/Maschinebautechnik – „Mischklasse“) sowie eine iPad-Klasse im Bereich Gestaltungstechnik der 3 ¼ -jährigen AHR-Bildungsgänge eingerichtet. Sie können sich dafür regulär über https://www.schueleranmeldung.de/  anmelden. Weitere Informationen erhalten Sie nach erfolgter Anmeldung auf einer Informationsveranstaltung zu der Sie dann automatisch eingeladen werden bzw. über eine individuelle Beratung über die Bildungsgangleitung Frau Bettin.

Werden die Schülerinnen und Schüler durch die iPads im Unterricht nicht zu sehr abgelenkt?

Zu Beginn thematisieren den sinnvollen Gebrauch der Geräte mit den Schülerinnen und Schülern und verweisen auf unsere Nutzungsbedingungen. Mit der vorhandenen App Classroom bietet Apple eine leistungsstarke App an, welche das Arbeiten mit den Geräten und das Verwalten der Geräte praktisch umsetzt. Beispielsweise können die Geräte durch die Lehrkräfte bei Bedarf gesperrt oder nur einzelne Apps freigegeben werden.

Leidet die Handschrift unter der Verwendung der Tablets?

Nein. Uns ist es wichtig, dass ein Tablet die Möglichkeit einer Stiftnutzung ermöglicht. Dies ist bei einem iPad hervorragend umgesetzt.

Wie ist die Kompetenz der Lehrkräfte?

Die Lehrkräfte in den iPad-Klassen erhalten umfangreiche Fortbildungsmaßnahmen, sowohl schulintern und extern. Die meisten Kolleginnen und Kollegen, welche in diesen Klassen eingesetzt werden, haben bereits Erfahrungen aus dem Pilotprojekt.

Was ist, wenn der Akku des iPads im Unterricht leer ist?

Hier verweisen wir auf unsere Nutzungsbedingungen, die Schülerinnen und Schüler stellen sicher, dass die Tablets stets mit vollgeladenem Akku in die Schule mitgebracht werden.

Der Akku des iPads reicht normalerweise für einen ganzen Unterrichtstag aus. Bei leerem Akku wird von der jeweiligen Lehrkraft individuell verfahren.

Was passiert mit den iPads in den Pausen und Freistunden?

Die Taschen mitsamt dem iPad werden entweder im Klassen- oder Fachraum eingeschlossen oder die jeweilige Tasche wird durch den/die Besitzer/in im Forum/auf dem Schulhof selbst beaufsichtigt. Eine Nutzung der iPads in den Pausen, z.B. durch Spiele, ist nicht erwünscht. Das Max-Born-Berufskolleg Recklinghausen übernimmt keinerlei Haftung für Schäden am Gerät oder Diebstahl.

Ist es erlaubt privat Apps bzw. sensible Daten (E-Mails, Fotos, Videos usw.) auf dem iPad zu speichern?

Ja, auch hier verweisen wir auf unsere Nutzungsbedingungen. Die Schülerinnen und Schüler stellen sicher, dass jederzeit genügend Speicherplatz für die schulische Arbeit auf dem Tablet verfügbar ist. Bei mangelndem Speicherplatz müssen private Apps und Daten sofort gelöscht werden.

Dürfen iPads immer mit nach Hause genommen werden?

Ja, das iPad wird und muss von unserer Schule verwaltet werden ist aber ihr Eigentum. Das iPad ist ein Arbeitsgegenstand wie die Bücher, Hefte, Schreibutensilien und das Geodreieck. Mit ihm und auf ihm werden oft Hausaufgaben erledigt und der Austausch bei gemeinsamen Partner- oder Gruppenarbeiten findet auch über das iPad statt. Daher ist es ein absolutes Muss, dass die Geräte jeden Tag von zu Hause in die Schule und wieder nach Hause mitgenommen werden.

Wird eine E-Mail-Adresse benötigt?

Ja, diese wird jedoch im Rahmen von Office 365 von unserer Schule eingerichtet und bei Aushändigung der fertig konfigurierten Geräte in der ersten Schulwoche bekannt gegeben.

Müssen wir Eltern die Geräte selbst einrichten, wer installiert die Apps?

Nein. Die Schülerinnen und Schülern bekommen in der ersten Schulwoche die Geräte fertig konfiguriert ausgehändigt. Die Einrichtung der Geräte geschieht über ein mobiles Gerätemanagement-System („ZuluDesk“). Hier werden Apps und Einstellungen für Schülergeräte durch die Schule festgelegt und installiert. Das iPad kann aber auch privat genutzt werden, was das Installieren von eigenen Apps auch ermöglicht.