Geschichte und Konzeption des Max-Born-Berufskollegs

Aus der „Gewerblich – Technischen Berufsschule“ mit ihrer fast 140 jährigen Geschichte wurde 1978 die Kollegschule Kemnastraße (1998 bis 2006 „Berufskolleg Kemnastraße“). Schulträger ist der Kreis Recklinghausen. Seit dem 1. August 2006 trägt die Schule den Namen „Max-Born-Berufskolleg“. Max Born (1882 – 1970) war Physiker und erhielt 1954 den Nobelpreis. Im Sommer 2008 starteten die ersten Schülerinnen und Schüler am jetzigen Standort.

Die Angebotspalette an Bildungsgängen wurde in den letzten Jahren stetig erweitert, so dass jetzt ungefähr 3.100 Schülerinnen und Schüler unser technisches Berufskolleg besuchen. Natürlich sind nicht alle Schülerinnen und Schüler jeden Tag an der Schule, da ein hoher Prozentsatz von ihnen Teilzeitbildungsgänge besucht, wie zum Beispiel die Berufsschule oder die Fachschule für Technik.

Neben den berufsspezifischen Fertigkeiten werden an unserer Schule soziale Fähigkeiten gefördert (z.B. Kommunikationsfähigkeit, Menschenführung, Sensibilität für Umwelt und Gesellschaft). Indem wir die persönlichen Eignungsvoraussetzungen verbessern, werden unsere Absolventen den Anforderungen gerecht, die Gesellschaft und Arbeitswelt an verantwortungsbewusste Bürger und Arbeitnehmer stellen:

Das Kollegium des Max-Born-Berufskollegs

Max-Born-Berufskolleg – Innovative Technik und Gestaltung

Das Max-Born-Berufskolleg des Kreises Recklinghausen, Europaschule in NRW, ist spezialisiert auf die Bereiche Technik und Gestaltung. In den fachlichen Schwerpunkten Bautechnik, Gestaltung, Elektrotechnik, Maschinenbautechnik und Medizintechnik ist es möglich, qualifizierte berufliche und schulische Bildungsabschlüsse zu erreichen. In den vollzeitschulischen Bildungsgängen können alle weiterführenden Abschlüsse wie allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife, Fachoberschulreife – plus beruflicher Qualifikation erworben werden. Das Berufliche Gymnasium bereitet gezielt auf ein Hochschulstudium vor, u. a. mit den Leistungskursen Ingenieurwissenschaften*, Maschinenbautechnik, Elektrotechnik oder Gestaltung. Das Max Born Berufskolleg orientiert sich stets am Standard der aktuellen Technik, so wird zum Beispiel der 3D-Druck auch bereichsüber greifend eingesetzt. Schulträger ist der Kreis Recklinghausen. Im Jahre 2008 wurde auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks General Blumenthal III / IV ein innovativer Neubau bezogen.

Besonderheiten:

  • Die Schule ist seit dem Jahre 2009 zertifizierte Europaschule.
  • Die Internationalität und die kulturelle Offenheit der Schule dokumentieren sich in vielen projektorientierten Kontakten. Schüleraustausche bestehen mit Schulen in Litauen, Lettland, Estland, Malta, Polen, Sizilien, Spanien, Irland, Sizilien, Spanien, Irland, Schweden, Norwegen, England, Italien, Frankreich, Südafrika und China
  • Gelegenheit zu Auslandspraktika
  • Möglichkeit der Belegung des bilingualen Unterrichts im Bereich der Gestaltung
  • Erwerb von den Zertifikaten DELF (Diplôme d‘Etudes en langue française, französisches Sprachzertifikat) und CELI (certificazione della lingua italiana, italienisches Sprachzertifikat) möglich.
  • Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben wie z. B. Spaceelevator – Projekt der US-Raumfahrtbehörde NASA (3. Platz für den selbst konstruierten Weltraumaufzug), Projekt „Fuel Cell Box” (Entwicklung eines Modellschiffes mit Brennstoffzellenantrieb), Projekt Marsspinne (Entwicklung eines Marsroboters im Rahmen eines NASA / ESA-Projektes)
  • Das Max Born Berufskolleg setzt sich für Bildung für Nachhaltigkeit ein und erhielt mehrfache Auszeichnungen im Kontext der Kampagne „Schule der Zukunft”
  • Kooperationen mit vier technischen Hochschulen: FH Gelsenkirchen, Hochschule Bochum, TFH Agricola Bochum, FH Münster
  • Technikum für modernste digitale Fertigungs- und Automatisierungsprozesse
  • Projekt „Schüler helfen Schülern”
  • Sommercampus Mathematik
  • Jedes Jahr Durchführung einer Projektwoche mit wechselnden Schwerpunktthemen
  • Tag der offenen Tür, Tag des offenen Unterrichts und Tag der Beratung für interessierte Schülerinnen und Schüler
  • Betrieb eines Selbstlernzentrums für die Schülerschaft
  • Förderkreis und Schulstiftung als helfende Hände
  • Schüler-Lehrer-Teams für Streitschlichtung, Konfliktmanagement und die pädagogische Beratung
  • Arbeitsgemeinschaften aus den Bereichen Kultur und Technik (zum Beispiel Theater, Musik, Projektwerkstatt Elektrotechnik, 3D-Druck Führerschein)
  • Ein multiprofessionelles Team unterstützt Jugendliche der Berufsfachschule beim Übergang vom Berufskolleg in Aus- und Weiterbildung
  • Start in einzelnen Bildungsgängen mit digitalen Unterrichtskonzepten nach BYOD-Prinzip

Mit seinen Schwerpunktbereichen Technik und Gestaltung bei gleichzeitiger internationaler Ausrichtung bereitet das Max-Born-Berufskolleg seine Schülerinnen und Schüler auf ein erfolgreiches und verantwortungsvolles Leben im gemeinsamen Europa vor.

* vorbehaltlich der Genehmigung