Interesse an einer dualen oder vollzeitschulische Ausbildung zum Uhrmacher/ Uhrmacherin?

erstellt am: 23.03.2018 | von: gez | Kategorie(n):
Allgemein, Berufsschule, Maschinenbautechnik

Seit 2013 sorgt das Max Born Berufskolleg mit der Ausbildung zum Uhrmacher bzw. zur Uhrmacherin für jungen Nachwuchs in einem alten Handwerk.

Wie kommt man als junger Mensch auf die Idee solch ein altes traditionsreiches Handwerk erlernen zu wollen?

Einige Auszubildende fasziniert besonders die Feinmechanik, andere finden es großartig mit so kleinen Teilen etwas Komplexes „zum Laufen“ zu bringen. Einige stellen sich die Frage nach der Bedeutung der Zeit und finden es faszinierend sich mit etwas zu befassen, was sie überdauern wird. Was muss man an Fähigkeiten mitbringen für den Beruf Uhrmacher? Eine ruhige Hand und sehr viel Geduld.

Vollzeit oder Teilzeit

Die Ausbildung dauert drei Jahre, entweder mit Vollzeitunterricht am Max-Born-Berufskolleg oder in einem Uhrmacherbetrieb mit begleitendem Berufsschulunterricht. Unterrichtet wird neben den allgemeinbildenden Fächern, Fertigungs-, Mess- und Prüfverfahren, Uhrentechnologie, Instandsetzung elektronischer Uhren, Instandsetzung mechanischer Uhren, Technische Kommunikation, Grundfertigkeiten Mechanik, Reparaturtechniken für Uhren und Schmuck. Darüber hinaus sind im Rahmen der Ausbildung Praktika vorgesehen.

Die Ausbildung ist mit der Ablegung der Gesellenprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer abgeschlossen.

Interessenten können sich von Alfons Bußkamp, Dipl.-Physiker und Landesinnungsmeister des Uhrmacherhandwerks NRW (Tel: 0 25 06/39 18), sowie Dipl.-Ing. OStR Udo Friedrich (Tel: 02361/30675-9618) beraten lassen.

Für die vollzeitschulische Uhrmacherausbildung können interessierte Personen sich mit einer üblichen Bewerbung anmelden. Alle Bewerberinnen und Bewerber werden zu einem Auswahlverfahren eingeladen. Das Auswahlverfahren wird im Mai abgeschlossen. Ausbildungsbetriebe für den Beruf Uhrmacher können sich direkt an das Schulbüro wenden.

Neue Werkstatt nur für Uhrmacher

Komplette Uhrmacherarbeitsplätze inkl. entsprechender Werkzeuge und Maschinen stehen zur Verfügung, um Groß- und Kleinuhren fachgerecht zu reparieren und montieren zu können. Der angrenzende Werkraum ermöglicht eine Grundbildung im Metallbereich. Außerdem besteht die Möglichkeit, Schleif-und Polierarbeiten durchzuführen ohne die Uhrenmontage an den Uhrmacherplätzen unnötig mit Staub zu belasten.

Zur Uhrwerkreinigung stehen diverse automatische Reinigungsmaschinen zur Verfügung.

Im Unterrichtsraum der Schüler/innen ist jeder Schülerarbeitsplatz mit einem PC ausgestattet, so dass neben den klassischen Inhalten auch moderne Unterrichtsthemen aufgegriffen werden können, wie beispielsweise aktuelle Konstruktionsentwicklung mit den in der Uhrenindustrie standartmäßig angewandten CAD-Programmen.

Viele Auszubildende haben inzwischen ihre Ausbildung absolviert. Nicht wenige haben sich am Max-Born-Berufskolleg auch auf die Prüfung vor der Industrie und Handelskammer zum Erwerb des Ausbildereignungsscheins vorbereitet und die Berechtigung auszubilden erworben. Ihr Wunsch und Ziel ist es dieses faszinierende alte Handwerk zu bewahren und ihr Wissen nun selbst weitergeben zu können.

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