Im Rahmen der Projektwoche entstand im Innenhof des Max-Born-Berufskollegs eine neue Kräuterspirale. Ziel war es, den bislang überwiegend steinernen Außenbereich durch ein naturnahes und zugleich nutzbares Gestaltungselement aufzulockern.
Ausgangspunkt war eine handelsübliche Steinspirale, deren Grundform erhalten blieb. Mithilfe KI-gestützter Entwürfe wurde sie gestalterisch weiterentwickelt und durch dekorative Holzelemente sowie Hanfseile ergänzt. Dabei flossen auch eigene Erfahrungen aus rund zehn Jahren Gartenpraxis in die Planung der Konstruktion, der Bepflanzung und der späteren Pflege ein.
Bereits im Vorfeld wurde das Projekt mit der schuleigenen Holzwerkstatt abgestimmt. Zunächst musste geklärt werden, ob die benötigten Holzelemente dort zugeschnitten werden konnten. Anschließend wurden Standort, Maße und Aufbau der Spirale festgelegt. Zusätzliches Holz, Befestigungsmaterial und weitere Komponenten, die in der Werkstatt nicht vorhanden waren, wurden eigens für das Projekt beschafft.
Der Bau erfolgte innerhalb von zwei Projekttagen durch drei Schüler der BF1G. Neben handwerklichem Geschick waren dabei auch Genauigkeit, Teamarbeit und eigenständiges Problemlösen gefragt. Zwei der beteiligten Schüler befinden sich noch in der Spracherwerbsphase. Für sie bestand eine zusätzliche Herausforderung darin, Absprachen, Maße und Arbeitsschritte mit der Holzwerkstatt auf Deutsch zu klären und die geplante Umsetzung sprachlich verständlich zu vermitteln. So verband das Projekt praktisches Arbeiten unmittelbar mit berufsbezogenem Sprachlernen.
Auch die Bepflanzung wurde bewusst ausgewählt. Von Basilikum über Thymian und Minze bis hin zur Zitronenverbene finden sich verschiedene Küchenkräuter, die künftig wachsen und sich entfalten dürfen. Sie sollen die gesamte Schulgemeinschaft inspirieren und der Cafeteria Menken frische Kräuter für kulinarische Köstlichkeiten liefern.
Damit die Pflege dauerhaft gesichert ist, wurde gemeinsam mit den Hausmeistern, dem Sekretariat und der Projektleitung ein einfacher Bewässerungsplan abgestimmt. In der Regel reicht eine Gießkanne Wasser alle zwei Tage aus.
Ein besonderer Dank gilt der Holzwerkstatt für den passgenauen Zuschnitt und die unkomplizierte Zusammenarbeit.
Die Kräuterspirale zeigt, wie sich Gestaltung, Nachhaltigkeit, handwerkliches Lernen und Sprachförderung sinnvoll miteinander verbinden lassen. Gleichzeitig ist ein dauerhaftes Projekt entstanden, das den Innenhof bereichert und der gesamten Schule zugutekommt.
