Model United Nations

National Model United Nations ist ein weltweit an Universitäten stattfindendes Projekt. Junge Studierende erhalten hier die Möglichkeit, an einem gigantischen Planspiel in New York teilzunehmen. In diesem Planspiel geht es darum, als Delegierte für die Vereinten Nationen für ein bestimmtes Land aufzutreten und zu verschiedenen Themen aus Sicht dieses Landes zu argumentieren. Dies ermöglicht einen ganz besonderen Blick über den Tellerrand, denn um sich als eine Diplomatin oder ein Diplomat eines fremden Landes zu kontroversen Themen adäquat äußern zu können, heißt es, sich zuvor gründlich mit den Normen und Werten dieses Landes und auch mit seinen Verbündeten und Gegnern auseinanderzusetzen. Am Ende des Projektes soll nämlich eine gemeinsame Resolution veröffentlicht werden, wie es bei der UN auch gemacht wird. So wird sehr deutlich vor Augen geführt, wie schwer die Arbeit der Vereinten Nationen ist und weshalb es uns manchmal so vorkommt, als würde sie nichts gegen die Probleme dieser Welt unternehmen. 

Ebendieses Projekt wird in einer Miniaturversion seit kurzem jährlich auch in Recklinghausen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit Studierenden der Westfälischen Hochschule, die bei dem großen National Model United Nations Projekt mitmachen, schlüpfen Schülerinnen und Schüler bei Model United Nations in Classroom in die Rollen von Delegierten verschiedener Länder und diskutieren gemeinsam zu aktuellen weltpolitischen Themen wie Nachhaltigkeit in der Tourismusbranche oder Kinderarbeit. 

Das zumeist für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 im ersten Halbjahr stattfindende Projekt erstreckt sich über vier vorbereitende Workshops und eine ganztägige abschließende Versammlung im Kreishaus. Wie auch beim großen Bruder muss in dieser abschließenden Versammlung eine Resolution verabschiedet werden. Dabei gilt es, die strikten Regeln (“Rules of procedure”) einer UN-Vollversammlung genau einzuhalten. 

Das Projekt schult einerseits die politische Sach- und Urteilskompetenz, da neben der geografischen und geopolitischen sowie wirtschaftlichen Lage des zugewiesenen Landes auch die Haltung dieser Nation zu Themen zunächst erarbeitet und schließlich auch vertreten werden muss. Dies ist mitunter nicht ganz einfach, wenn man bislang nur mit einem liberalen, demokratischen und sozialen “westlichen” Werteverständnis die Welt betrachtet hat. Andererseits erweitert die Arbeit an diesem Projekt die englischsprachigen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler ungemein. Die vorbereitenden Workshops und die abschließende Versammlung laufen komplett auf Englisch ab. Hierbei gilt die Regel: “Don’t care about grammar, just speak.” Dies baut Hemmungen ab und bringt außerdem ein reichhaltiges Vokabular für argumentative Gesprächsanlässe mit sich. Nicht zuletzt ist dies also auch eine gute Vorbereitung für die in der Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums stattfindende Sprechprüfung. 

Sich mit politischen Themen auseinandersetzen, Meinungen vertreten, die nicht die eigenen sind und dabei noch das Englisch verbessern, das ist Model United Nations in Classroom. 

Ansprechpartner ist Herr Batzke | bat@max-born-berufskolleg.de

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