Projektpräsentationen der Fachschule für Technik 2026

Im Rahmen des Projektsemesters präsentierten angehende staatlich geprüfte Technikerinnen und Techniker des Max-Born-Berufskollegs ihre praxisnahen Abschlussarbeiten aus den Fachrichtungen Elektrotechnik, Mechatronik und Kältetechnik – den Höhepunkt ihrer Ausbildung.

Insgesamt 49 Studierende (19 Elektrotechnik, 16 Mechatronik, 14 Kältetechnik) stellten sich diesem „großen Finale“.
Hinter ihnen liegt eine intensive und fordernde Arbeitsphase:
Das selbstorganisierte Übertragen theoretischer Inhalte in die Praxis verlangt nicht nur fachliches Können, sondern auch Durchhaltevermögen und Flexibilität. Rückschläge gehören dabei ebenso zum Lernprozess wie der Erfolg. Umso größer war der Stolz, am Ende ein realitätsnahes und funktionierendes Projekt präsentieren zu können.

Nicht ohne Stolz begrüßte das Max-Born-Berufskolleg in diesem Jahr den Parlamentarischen Staatssekretär Josef Hovenjürgen aus dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Landrat Bodo Klimpel, die sich vor Ort über die Projektarbeiten informierten.

„Am Max-Born-Berufskolleg erlebt man Technik, die gelebt wird: Hier wird gezeigt, erklärt und diskutiert – so entstehen Innovationen. Teamarbeit, Durchhaltevermögen und Improvisationsfähigkeit sind Kompetenzen, die immer wichtiger werden“, betonte Staatssekretär Hovenjürgen. Technische Berufe seien das Rückgrat unseres Wohlstands. Sein Dank galt der Schule, den beteiligten Unternehmen und den Studierenden, die mit ihren Projekten Verantwortung für eine moderne Zukunft übernehmen.

Auch Landrat Bodo Klimpel zeigte sich beeindruckt davon, „mit wie viel Mut, Neugier und Begeisterung hier an der Zukunft gearbeitet wird“. Der Kreis Recklinghausen freue sich über die gut ausgebildeten Fachkräfte. Mit einem Augenzwinkern gab er dem Staatssekretär mit auf den Weg, in Düsseldorf davon zu berichten, wie sinnvoll Investitionen in Bildung hier eingesetzt seien.

Inhaltlich spiegelten die Projektarbeiten zentrale Entwicklungen der jeweiligen Berufsfelder wider. In der Mechatronik stand erneut der steigende Bedarf an automatisierten Prozessen im Fokus.
In der Kältetechnik wurde der zunehmende regulatorische Druck durch die Einschränkung klassischer Kältemittel deutlich: Vier von fünf Projekten beschäftigten sich mit dem Einsatz natürlicher Kältemittel wie Kohlenstoffdioxid oder Propan.
In der Elektrotechnik lag der Schwerpunkt in diesem Jahr auf dem Umbau bestehender Anlagen sowie der Unterstützung von Schulungsprozessen.

Ein besonders anspruchsvolles Projekt aus dem Bereich Sondermaschinenbau realisierten Dominik Brückner, Robin Langer, Bastian Schuh und Robin Oruc. Im Auftrag der Firma Doga Steuerungstechnik modernisierten sie eine Maschine zur Herstellung von UV-Niederdruckstrahlern. Diese spezialisierten Gasentladungslampen erzeugen ultraviolettes Licht – meist im keimtötenden UV-C-Bereich – und werden unter anderem zur Desinfektion von Wasser, Luft und Oberflächen eingesetzt, etwa in Krankenhäusern.
Neben der hohen fachlichen Komplexität stellte insbesondere der enge Zeitplan eine Herausforderung dar: Verzögerungen hätten einen Produktionsstillstand zur Folge gehabt. Dank großem Engagement, zusätzlicher Arbeitseinsätze und guter Teamarbeit konnte das Projekt jedoch erfolgreich abgeschlossen werden. Erschöpft, aber stolz präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse dem ehemaligen Inhaber André Kolanowski, der das Unternehmen vor einem Jahr an seinen Sohn Tim Kolanowski und dessen Partner Bastian Rzeha übergeben hatte. Auch Norbert Bodenhausen, CEO und Geschäftsführer der dissol GmbH als Endkunde der Firma Doga, zeigte sich vom Ergebnis begeistert.

Alle Projektarbeiten entstanden in enger Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und orientierten sich an aktuellen technologischen Fragestellungen und industriellen Anforderungen. Neben technischem Fachwissen waren dabei insbesondere Projektmanagementkompetenzen, Teamfähigkeit sowie die konsequente Anwendung der Richtlinien des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) gefragt.

Das Max-Born-Berufskolleg pflegt seit vielen Jahren enge Partnerschaften mit regionalen und überregionalen Industriebetrieben, um einen nachhaltigen Technologietransfer zwischen Schule und Wirtschaft zu gewährleisten. Ergänzt werden diese durch Kooperationen mit Fachhochschulen und Hochschulen der Region.

Im Anschluss an die Präsentationen kam es an den Ausstellungsständen der Projekte zu einem regen Austausch. Auch Staatssekretär Hovenjürgen nahm sich viel Zeit, weitere Arbeiten zu begutachten und mit den Studierenden ins Gespräch zu kommen.

Schulleiterin Simone Holl, Matthias Kesper, Leiter der Fachschule für Technik, sowie Felix van Holt, stellvertretender Leiter der Fachschule für Technik, zeigten sich sehr zufrieden mit der öffentlichen Präsentation und der hohen Qualität der Arbeiten.