Was können wir weglassen, um Schule besser zu machen?
Mit dieser zentralen Frage beschäftigte sich das Kollegium des Max‑Born‑Berufskollegs im Rahmen eines gemeinsamen pädagogischen Impulses zur De‑Implementierung.
Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Idee, schulische Qualität nicht durch immer neue Aufgaben, Programme oder Projekte zu steigern, sondern bewusst zu prüfen, welche Prozesse und Maßnahmen wenig wirksam, überholt oder unnötig belastend sind. De‑Implementierung bedeutet dabei nicht Rückschritt, sondern einen professionellen, evidenzorientierten Blick auf das schulische Handeln – mit dem Ziel, Freiräume für wirksamen Unterricht, Kooperation und pädagogische Kernaufgaben zu schaffen.
Im Anschluss an den Vortrag nutzte das Kollegium die Zeit auf unterschiedliche Weise:
Ein Teil der Kolleginnen und Kollegen arbeitete konkret an der De‑Implementierung von Prozessen und Maßnahmen im eigenen Arbeitskontext. Andere nutzten die gewonnene Arbeitszeit, um sich intensiv mit der didaktischen Jahresplanung auseinanderzusetzen und diese weiterzuentwickeln.
Das Thema wurde insgesamt sehr interessiert aufgenommen. Die Gespräche, Rückmeldungen und Arbeitsergebnisse zeigten deutlich, dass der bewusste Umgang mit Zeit, Ressourcen und schulischen Routinen als wichtige Voraussetzung für nachhaltige Schulentwicklung verstanden wird.
De‑Implementierung ist damit kein einmaliges Ereignis, sondern ein Haltungs‑ und Entwicklungsprozess, den das Max‑Born‑Berufskolleg weiterführen möchte – mit dem Ziel, Schule wirksam, entlastend und zukunftsfähig zu gestalten.