Girls’ Day – Technik erleben und Zukunft entdecken
Auch in diesem Jahr öffnete das Max-Born-Berufskolleg seine Türen für den bundesweiten Girls’ Day – und fast 70 neugierige und motivierte junge Mädchen folgten der Einladung, in spannende technische Berufe hineinzuschnuppern.
Mit einer Vielzahl an Workshops bot das Max-Born-Berufskolleg einen praxisnahen Einblick in Berufsfelder, in denen Frauen nach wie vor unterrepräsentiert sind.
Technik zum Anfassen – von 3D-Druck bis Uhrmacherhandwerk
Alle Workshops kombinierten theoretisches Wissen mit praktischer Anwendung. Die Teilnehmerinnen lernten nicht nur Werkstätten, Werkzeuge und Maschinen kennen, – sie gestalteten eigenständig erste Entwürfe und Werkstücke.
Besonders kreativ wurde es in der Elektrotechnik. Dort erhielten die Mädchen einen Lötbausatz, der speziell für Einsteiger*innen entwickelt wurde. Schritt für Schritt werden Bauteile wie Widerstände, LEDs und Schalter etc. auf eine Platine gelötet. Am Ende haben die Mädchen eine eigene Solarleuchte entwickelt, und in ein Gurkenglas eingebaut, nachhaltig und funktional.
Die Teilnehmerinnen im Workshop des Uhrmacherhandwerks zeigten sich vom filigranen Uhrmacherhandwerk begeistert, nachdem sie winzige Zahnräder und präzise Mechanik aus nächster Nähe erleben durften.
Mit großem Respekt vor der Arbeit an der großen Bohrmaschine sammelten die Schülerinnen in der Metallwerkstatt praktische Erfahrungen. Dabei erlernten sie grundlegende Fertigungstechniken wie Feilen, Anreißen, Körnen und Gewindeschneiden. Am Ende stellten sie eigenständig kleine Baugruppen her.
Besonders anschaulich war ein Workshop rund um Fliegen und 3D-Druck: Nach einer Einführung in die Grundlagen der Flugtechnik bauten die Teilnehmerinnen eigene Modellflugzeuge, darunter Wurfgleiter des Typs „JUMP-Racer“, und erhielten Einblicke in den 3D-Druck – von der digitalen Vorbereitung bis zum fertigen Bauteil. Im Flugsimulator konnten sie zudem selbst „Pilotinnenluft“ schnuppern, bevor die Modelle praktisch erprobt wurden. Großes Interesse zeigte Laura Fuchs, die eigens aus über 50 Kilometern Entfernung angereist war. Ihr Ziel: eines Tages Astronautin zu werden.
Austausch auf Augenhöhe – das Ingenieurinnen-Café
Den Abschluss bildete das Ingenieurinnen-Café: In entspannter Atmosphäre hatten die Schülerinnen Gelegenheit, sich mit Frauen aus Technikberufen sowie den Lehrerinnen des Max-Born-Berufskollegs – allesamt selbst erfahrene Technikerinnen – auszutauschen. Themen wie Berufseinstieg, Karrierewege, Gehalt und vor allem die Rolle von Frauen in männerdominierten Branchen wurden offen diskutiert. Das Fazit: Die Akzeptanz wächst, Vorbilder machen Mut.
Ein besonderer Dank gilt den Teilnehmerinnen des Ingenieurinnen-Cafés, die den Schülerinnen wertvolle Einblicke in ihren Berufsalltag ermöglichten. Als externe Expertinnen standen Lillian Willms (Eickhoff Bergbautechnik) und Melanie Di Benedetto (ITRAKON Tragwerksplanung) Rede und Antwort. Auch intern engagierten sich die Ingenieurinnen Caroline Kenkmann, Kira Penczek, Dr.Janine Khalaf (Maschinenbau) sowie Gülsevim Tekin (Elektrotechnik).
Organisiert wurde der Tag von Elisa Scheerer und Alexandra Fritsche, die mit ihrem großen Engagement dazu beitragen, dass junge Frauen ihre Potenziale entfalten und neue berufliche Perspektiven entwickeln können.
