Die Klasse BF2G der Berufsfachschule Gestaltung entwickelte und realisierte Gestaltungskonzepte für mehrere Räume der Kindertagesstätte „Wirbelwind“ in Marl. Ziel des Projekts war es, den Eingangsbereich, den Flur und die große Halle funktionaler, kindgerechter und zugleich ansprechender zu gestalten.

Am 13. Mai 2026 wurden die neu gestalteten Räume in fröhlicher Atmosphäre offiziell an die Kita-Leiterin Karola Richter übergeben. Neben den Kindern und Eltern nahmen auch Schulleiterin Simone Holl sowie Lehrerin Carolin Guarino mit ihren Kolleginnen und Kollegen teil, die das Projekt initiiert und begleitet hatten.

Die Ergebnisse der Schülerinnen- und Schülerarbeiten konnten sich sehen lassen – und vor allem die Kinder zeigten sich begeistert von den neuen Gestaltungselementen.

So sorgen nun farbige Bodenmarkierungen spielerisch dafür, dass die Kinder den Weg zu ihrer jeweiligen Betreuungsgruppe finden. Im Eingangsbereich lädt eine Holzwand mit dem Schriftzug „Wirbelwind“ zum Tasten und Entdecken ein. Im Flur können Bälle durch eine interaktive Rohrwand geworfen werden, während eine große Lego-Steckwand Raum für Kreativität bietet und immer wieder neu gestaltet werden kann.
Auch die Kita-Leiterin zeigte sich begeistert, da die neuen Elemente hervorragend zum pädagogischen Konzept der Einrichtung passen. Bewegung und Sprachförderung spielen in der Kita eine zentrale Rolle – und genau diese Schwerpunkte spiegeln sich in der Gestaltung wider.

Die rund 85 Kinder der vier Gruppen – Glühwürmchen, Pusteblumen, Sonnenschein und Regenbogen – profitieren nun täglich von den neu gestalteten Räumen. Für die Schülerinnen und Schüler war besonders wichtig, dass sich sowohl die Kinder als auch die Erzieherinnen und Erzieher in der neuen Umgebung wohlfühlen.

Zu Beginn des Projekts wurden die Schülerinnen und Schüler von Kita-Leiterin Karola Richter eingeladen, die Einrichtung kennenzulernen. Dadurch erhielten sie einen direkten Einblick in die Räumlichkeiten und das pädagogische Konzept der Kita.

Von der ersten Idee bis zur praktischen Umsetzung arbeiteten die Schülerinnen und Schüler eigenständig an funktionalen und dekorativen Lösungen. Unterstützt wurden sie dabei von einem Innenarchitekten, der wertvolle fachliche Impulse gab. Gemeinsam wurden Räume vermessen, Kundenwünsche aufgenommen und Gestaltungsideen entwickelt.

Im weiteren Verlauf entstand in der Schule ein detailliertes Raum- und Ablaufkonzept. Nach der Präsentation der ersten Entwürfe wurden Materialien und Möbel bestellt. Anschließend fertigten die Schülerinnen und Schüler in der Holzwerkstatt Möbelstücke an, entwickelten Farbkonzepte für die Wände, strichen die Räume und bauten die Elemente vor Ort auf. Zusätzlich entstanden eine Kugelbahn, passende Beschilderungen sowie ein kreatives Leitsystem.

Die Schülerinnen und Schüler waren stolz auf ihre Ergebnisse und freuten sich besonders über die Anerkennung der Kita-Leitung, die strahlenden Gesichter der Kinder und die lobenden Worte der Schulleiterin Simone Holl.

Das Projekt förderte nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Teamarbeit, Organisationstalent und soziale Fähigkeiten. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre gestalterischen und handwerklichen Fähigkeiten in einem realitätsnahen Projekt weiterentwickeln und lernten dabei, Kundenwünsche aufzunehmen, Räume zu planen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Finanziell unterstützt wurde das Projekt mit 2.000 Euro durch die Stiftung „von klein auf Bildung“ der Gelsenwasser, vertreten durch Jennifer Kownatzki als Ansprechpartnerin für Projekte.

Die Projektarbeit, die von den fünf engagierten Lehrkräften Carolin Guarino, Maja Wagner, Björn Kremer, Torsten Buhla, Alexandra Fritsche, Alexander Schlüter und Vera Meermann aus der Sozialarbeit geleitet wurde, erstreckte sich über verschiedene Phasen, darunter Kundengespräche, Ideenfindung, Zusammenarbeit mit einem Innenarchitekten und die Umsetzung des Projektes vor Ort.

Im Lernbereich „Betriebsabläufe / Produktion“ erlernen die Schülerinnen und Schüler den kompletten Arbeitsprozess – vom Kundenauftrag über die Produktion bis hin zur Übergabe des fertigen Produkts.

Und was nehmen die Schülerinnen und Schüler aus dem Projekt mit?

„Wir haben gelernt, Kundenwünsche wahrzunehmen, Räume auszumessen und Raumplanungen umzusetzen. Vor allem aber haben wir erfahren, wie viel man gemeinsam erreichen kann, wenn man zusammenarbeitet, motiviert bleibt, andere Meinungen respektiert und Vertrauen in sich selbst entwickelt.“