Berufsschule Hörakustik

Hörakustiker/in

Gute Nachrichten für die Ausbildungsbetriebe und Auszubildenden im Hörakustik-Handwerk in NRW

Berufsschulisches Angebot an zwei Schulstandorten

Seit dem Schuljahr 2016/2017 haben die Betriebe des Hörakustikhandwerks in NRW die Möglichkeit, ihre Auszubildenden an einem von zwei Schulstandorten in NRW zur Berufsschule anzumelden, statt wie bisher ausschließlich in Lübeck an der LBS für Hörakustik.

Auszubildende von Hörakustikbetrieben aus den Regierungsbezirken Detmold, Arnsberg und Münster können im Rahmen des dualen Ausbildungssystems der Berufsausbildung am Max-Born-Berufskolleg aufgenommen werden.

Für die Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln ist das Friedrich-Albert-Lange Berufskolleg in Duisburg zuständig.

Teilzeitmodell und Blockmodell im Vergleich

Im Gegensatz zur Berufsschule in Lübeck, wo der Unterricht ausschließlich im Blockmodell (8 Unterrichtsblöcke à 4 Wochen in 3 Ausbildungsjahren) stattfindet, wird in NRW das Teilzeitmodell angeboten.

In Recklinghausen ist der Berufsschulunterricht so organisiert, dass im 1. u. 2. Ausbildungsjahr im 14-tägigen Wechsel zwei bzw. ein Tag pro Woche Berufsschulunterricht angeboten wird. Im dritten Ausbildungsjahr ist es dann durchgehend ein Berufsschultag pro Woche. Ein Berufsschultag umfasst 9 Unterrichtsstunden. Er beginnt um 8.15 Uhr und endet um 16.10 Uhr.

Die Vorteile des Teilzeitmodells

  • Verbleib im Umfeld, Ortsnähe als Entscheidungskriterium für den Beruf:

Für einen Teil der Azubis ist eine möglichst in Wohnortnähe gelegene Berufsschule Ausschlag gebend, sich für eine Ausbildung in diesem Beruf zu entscheiden. Insbesondere für Umschülerinnen und Umschüler, für die eine Abwesenheit von ihren Familien für 8 Schulblöcke à 4 Wochen oft unzumutbar ist, eröffnet sich so eine attraktive Ausbildungsoption, von der auch die Betriebe in Zeiten des Nachwuchsmangels profitieren.

  • Präsenz in den Betrieben:

Die kontinuierliche Anwesenheit der Azubis bietet den Ausbildungsbetrieben eine gute organisatorische Planbarkeit des Personaleinsatzes und eine in allen Phasen der Ausbildung förderliche Kontinuität bei allen anfallenden Tätigkeiten.

  • Geringerer Kostenaufwand für Betriebe und Auszubildende:

Außer für die üblichen Fahrten zum Ausbildungsbetrieb oder zur Berufsschule, häufig mit vergünstigten Ausbildungstickets des Nahverkehrs, fallen keine weiteren Anreise- und Unterbringungskosten an.

Räumliche und technische Ausstattung der Hörakustik

  • Unterrichtsräume:

Es stehen mit moderner PC- und Netzwerk- sowie multimedialer Präsentationstechnik ausgestattete Unterrichtsräume zur Verfügung, die ein angenehmes räumliches und akustisches Ambiente bieten.

Ein unkomplizierter Zugriff auf eine Fach- und Präsenzbibliothek mit allen für die Ausbildung relevanten Printmedien ist sichergestellt.

Branchentypische Hard- und Software

Im Berufsschulunterricht kommt die gesamte Bandbreite der Hard- und Software zum Einsatz, die für entsprechende Messungen und Einstellung von Hörsystemen benötigt wird.

Es gibt die erforderliche Ausstattung für Versuche in physikalischer Akustik, Messboxen für den Test und die Programmierung von Hörgeräten sowie Audiometrie- und Hörsystem-Anpassräume mit modernster Messtechnik.

Otoplastik-Labor

Im Otoplastik-Labor können die Arbeitsschritte „Ohrabformung“, „Nachbearbeitung der Abformungen“, „Fertigung von Rohlingen“ und schließlich die „Aus- und Nachbearbeitung der Otoplastiken (Ohrpassstücke)“ an 15 Fräsarbeitsplätzen nachvollzogen werden.

Lehrkräfte

Der mit dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 29.01.2016 verabschiedete Rahmenlehrplan wird an unserer Schule von voll ausgebildeten Lehrkräften umgesetzt, die neben Studium und Unterrichtserfahrung in verschiedenen hörakustik-nahen Fächern des medizinisch-technischen Bereichs mittlerweile auf eine 3-jährige Unterrichtserfahrung in allen Lernfeldern des Ausbildungsberufes zurückblicken.

Physiologie und Pathologie, Audiologie, Ton- und Sprachaudiometrie, Hörsystem-Anpassung, Otoplastik, Audiologische Beratung, Wirtschafts- und Betriebslehre, Spezifische Geschäfts-vorgänge, Kommunikation und fachbezogenes Englisch sind die Fächer, in denen das Team die Azubis auf die Prüfungen intensiv vorbereitet.

Unser Lehrkräfte-Team wird dabei von Hörakustik-Meisterinnen und -Meistern unterstützt, sodass eine enge Verzahnung des schulischen Teils mit den Anforderungen der Praxis sichergestellt ist.

Der Blick über den Tellerrand

Besuche bei wichtigen Betrieben und Institutionen erweitern jenseits des Lehrplans den Horizont der zukünftigen Hörakustikerinnen und Hörakustiker.

Synergien

  • 3D-Druck-Kompetenzzentrum

Die Nutzung des vorhandenes 3D-Druck-Kompetenzzentrum in Workshops und Projektphasen erlaubt die Integration dieser zunehmend wichtiger werdenden Technologie und garantiert die Zukunftsfähigkeit der Ausbildung.

  • Ergänzende Bildungsangebote im Bereich Medizintechnik

Der neu eingerichtete Bildungsgang Berufsfachschule Medizintechnik und der Bildungsgang Elektrotechnischer Assistent mit Profilbildung Medizintechnik

Interesse geweckt?

Wenn Sie mehr über den Beruf der Hörakustikerin /des Hörakustikers im Allgemeinen oder über unser schulisches Angebot im Besonderen wissen wollen, können Sie sich hier eine Informations-Broschüre im PDF-Format herunter laden.

Gerne können Sie auch per E-Mail (lob@max-born-berufskolleg.de) oder telefonisch über das Schulbüro Kontakt mit Herrn Lobmeyer (Koordinator Hörakustik) aufnehmen.

 

Dauer:

  • 3 Jahre


Aufnahmebedingungen:

  • Erfüllung der allgemeinen 10-jährigen Schulpflicht und ein Ausbildungsvertrag


Abschlussqualifikation:

  • Gesellen- bzw. Facharbeiterbrief, unter bestimmten Bedingungen Hauptschulabschluss bzw. mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife)


Sie interessieren sich für diesen Bildungsgang und möchten sich gerne anmelden?

Im Bereich Downloads finden Sie wichtige Informationen rund um unsere Bildungsgänge, z.B. Anmeldeformulare, Stundentafeln und Blockpläne.