Ein Kunstprojekt aus dem Landesprogramm „Kultur und Schule“
Am 7. Juli 2026 fand am Max-Born-Berufskolleg die diesjährige Vernissage des Landesprogramms NRW „Kultur und Schule“ statt. Die Klasse B1GL – angehende Fachabiturientinnen und Fachabiturienten im Bereich Gestaltung – präsentierte ihre eindrucksvollen Arbeiten, die im Laufe des Schuljahres unter der Leitung der Illustratorin
Sabine Metz entstanden sind.
Im Mittelpunkt des Projekts standen die Themen Hoffnung, Glück und eine positive Zukunftsgestaltung. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit Fragen auseinander wie: „Was macht mich zufrieden?“ oder „Was kann die Menschheit zu einer lebenswerten Zukunft beitragen?“
In ihren Zeichnungen machten sie sichtbar, was ihnen Zuversicht gibt und wie sie sich eine lebenswerte Zukunft vorstellen. Persönliche Glücksvorstellungen wurden dabei mit globalen Herausforderungen und Visionen des zukünftigen Wohnens in Beziehung gesetzt. Die Ausstellung lud dazu ein, neue Perspektiven einzunehmen und über Verantwortung sowie aktives Handeln nachzudenken. Ein besonderes Element waren leere Sprechblasen, die die Besucherinnen und Besucher mit eigenen Gedanken füllen konnten und die zum Austausch über das Thema anregten.
KNK-Kompetenznachweis Kultur verliehen
Für ihre engagierte und kontinuierliche künstlerische Arbeit während des gesamten Schuljahres erhielten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Vernissage den
KNK-Kompetenznachweis Kultur – ein bundesweit anerkanntes Zertifikat, das im Rahmen kultureller Bildungsprojekte vergeben wird.
Bei diesem Projekt stand die Freude am kreativen Arbeiten im Vordergrund. Ohne Notendruck konnten die Jugendlichen ihre Talente entdecken, neue Ausdrucksformen ausprobieren und ihre gestalterischen Fähigkeiten weiterentwickeln.
Für die musikalische Begleitung sorgte die Schulband. Bei kühlen Getränken nutzten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die ausgestellten Arbeiten zu betrachten und mit den Schülerinnen und Schülern über ihre Vorstellungen einer glücklichen und lebenswerten Zukunft ins Gespräch zu kommen.
Als besonderen Gast begrüßte das Max-Born-Berufskolleg Lisa Fullert. Die ehemalige Abiturientin des Berufskollegs engagierte sich bereits während ihrer Schulzeit aktiv in der Schülervertretung. Heute arbeitet sie als Jugendbildungsreferentin bei der DGB-Jugend NRW für die Region Emscher-Lippe. Darüber hinaus vertritt sie die SPD im Rat der Stadt Waltrop sowie im Kreistag des Kreises Recklinghausen, wo sie im Ausschuss für Bildung, Arbeit, Gesundheit und Soziales mitwirkt. Der Besuch an ihrer ehemaligen Schule war für sie ein besonderer Moment.
Schulleiterin Simone Holl eröffnete die Ausstellung und zeigte sich beeindruckt von der Qualität und Ausdruckskraft der präsentierten Arbeiten. Zum Abschluss ihrer Rede zitierte sie Antoine de Saint-Exupéry mit den Worten: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“
Anschließend würdigte die Illustratorin Sabine Metz das Engagement und die kreativen Leistungen der jungen Künstlerinnen und Künstler in einer persönlichen Ansprache. Mit wertschätzenden Worten überreichte sie ihnen die Zertifikate und hob die Vielfalt sowie die individuelle Ausdruckskraft ihrer Arbeiten hervor.
Kunst und Kultur stärken junge Menschen
Das vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Programm „Kultur und Schule“ ermöglicht Künstlerinnen und Künstlern, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern kreative Projekte durchzuführen. Dabei werden Kreativität, Ausdrucksfähigkeit und Selbstvertrauen gestärkt sowie Wahrnehmung und ästhetische Bildung nachhaltig gefördert.
Schule spielt eine zentrale Rolle dabei, jungen Menschen den Zugang zu Kunst und Kultur zu eröffnen. Projekte wie dieses ergänzen den Unterricht auf besondere Weise und ermöglichen kulturelle Teilhabe – unabhängig von Herkunft oder familiärem Hintergrund.
Mit dem Landesprogramm „Kultur und Schule“ unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen Schulen dabei, Kinder und Jugendliche frühzeitig für Kunst und Kultur zu begeistern und ihre kreativen Potenziale zu entfalten.